{"id":804,"date":"2024-08-13T15:36:32","date_gmt":"2024-08-13T13:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/schirach-bienengesellschaft.de\/?p=804"},"modified":"2024-09-11T21:28:36","modified_gmt":"2024-09-11T19:28:36","slug":"eine-besondere-entdeckung-fuer-die-imkerwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schirach-bienengesellschaft.de\/hsb\/2024\/08\/13\/eine-besondere-entdeckung-fuer-die-imkerwelt\/","title":{"rendered":"Eine besondere Entdeckung f\u00fcr die Imkerwelt"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-804\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-804-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-804-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-804-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"so-rounded panel-widget-style panel-widget-style-for-804-0-0-0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<p>Adam Gottlob Schirach (1724-1773) war neben seiner T\u00e4tigkeit als sorbischer evangelischer Pfarrer in Kleinbautzen schriftstellerisch t\u00e4tig. Gro\u00dfe Aufmerksamkeit erlangten seine Publikationen zur Bienenzucht.<\/p>\n<p>In Auswertungen der A.G. Schirachschen Fachliteratur zur Bienenkunde bin ich auf eine, f\u00fcr mich, sensationelle Entdeckung gesto\u00dfen.<\/p>\n<p>Bisher ging man in Imkerkreisen davon aus, dass bis etwa 1853 nur die Dunkle Biene (apis mellifera) unsere heimische Biene war.<\/p>\n<p>Jedoch beschreibt Schirach in seinem Buch \u201eMelitta Theologia\u201d 1767 bereits die K\u00f6nigin seiner Gartenbiene (die nicht mehr als Zeidler Biene im Wald gehalten wurde) wie folgt.<\/p>\n<p>\u201c Sie ist in der Tat sch\u00f6ner als alle anderen Bienen, denn ich habe sie unz\u00e4hlige Male betrachtet. Sie ist auf dem R\u00fccken \u00fcber und \u00fcber hellbraun. Ihr Bauch ist von einer dunklen goldgelben Farbe.\u201d<\/p>\n<p>Dies ist der Beweis daf\u00fcr, dass schon 1767 andere Unterarten er Honigbiene zugegen waren. In diesem Fall weist alles auf die italienische Biene (apis mellifera lingustica) hin, die somit schon 100 Jahre eher als bisher angenommen in der sorbischen Lausitz von den Imkern gehalten wurde.<\/p>\n<p>In seinem Buch \u201cDie Waldbienenzucht\u201d von 1773 beschreibt Schirach, dass die Imker immer bestrebt waren, neben ihren \u201cGartenbienen\u201d unbedingt einen Schwarm der wilden Waldbiene (Dunkle Biene) zu bekommen. Da es zur damaligen Zeit noch keine Belegstellen zur Reinzucht gab, k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass die folgenden Generationen eine Kreuzung zwischen beiden Unterarten der Honigbienen waren. Landl\u00e4ufig wird heute so eine Kreuzung als Landbiene bezeichnet.<\/p>\n<p>Durch A.G. Schirach`s Erkenntnisse erlangte die sorbische Lausitz zur damaligen Zeit Weltruhm zur modernen Bienenkunde.<\/p>\n<p>Zu seinem 300. Geburtstag am 05. September 2024 w\u00e4re es eine besondere Anerkennung seiner wissenschaftlichen Erkenntnis zur modernen Honigbienenhaltung, wenn die Imkerfachwelt nicht mehr von der Landbiene spricht, sondern diese entsprechende Entdeckung \u201c Sorbische Biene\u201d (apis mellita sorabica) nennt. Dies w\u00e4re von weltweiter Bedeutung f\u00fcr unsere sorbische Oberlausitz, Sachsen und Deutschland.<\/p>\n<p>Verfasst von<br \/>\nG\u00fcnter Sodan, B\u00fcrgermeister a.D.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Adam Gottlob Schirach (1724-1773) war neben seiner T\u00e4tigkeit als sorbischer evangelischer Pfarrer in Kleinbautzen schriftstellerisch t\u00e4tig. Gro\u00dfe Aufmerksamkeit erlangten seine Publikationen zur Bienenzucht. In Auswertungen der A.G. Schirachschen Fachliteratur zur Bienenkunde bin ich auf eine, f\u00fcr mich, sensationelle Entdeckung gesto\u00dfen. 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